Über mich

In meiner Arbeit mit Jugendlichen habe ich über viele Jahre eine Entwicklung beobachtet, die mich bis heute beschäftigt.

Viele junge Menschen wachsen in einer Lebenswelt auf, die sich deutlich von der ihrer Eltern und Großeltern unterscheidet. Praktische Erfahrungen im Alltag werden seltener. Gleichzeitig begegnen Jugendliche zahlreichen Erwartungen und Wertvorstellungen, erleben aber oft nur wenige Gelegenheiten, diese im eigenen Handeln zu erproben.

Diese Beobachtungen habe ich besonders deutlich in meiner Arbeit in den Wahlpflichtfächern Sport & Beruf sowie Technik & Naturwissenschaften an der Georg-von-Neumayer-Realschule plus in Neustadt an der Weinstraße wahrgenommen.

Erfahrungen aus der Praxis

Dort wurde mir zunehmend bewusst, wie groß die Distanz vieler Jugendlicher zu handwerklichen Tätigkeiten und beruflicher Praxis geworden ist. Gespräche über Berufe zeigen häufig, dass selbst wichtige Gewerke kaum noch bekannt sind. Gleichzeitig fehlen vielen jungen Menschen Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen, eigene Fähigkeiten zu entdecken und Selbstwirksamkeit zu erleben.

Dabei geht es nicht um Kritik an Jugendlichen. Ihre Lebenswelt hat sich verändert. Viele Erfahrungen, die früher selbstverständlich waren, finden heute nicht mehr oder nur noch eingeschränkt statt. Wer kaum Gelegenheit hat, praktisch zu arbeiten, kann nur schwer Interesse für technische oder handwerkliche Berufe entwickeln. Wer Verantwortung selten erleben darf, wird Verantwortung auch schwer einüben können.

Aus diesen Erkenntnissen entstand Schritt für Schritt die Überzeugung, dass Jugendliche mehr Gelegenheiten zum praktischen Handeln benötigen.

Orte, an denen sie gestalten, kooperieren, Herausforderungen meistern und Verantwortung übernehmen können.

Orte, an denen persönliches Wachstum nicht nur besprochen, sondern erlebt wird.

Orte, an denen Schule, Vereine, Handwerk, Unternehmen, Eltern und weitere Partner gemeinsam dazu beitragen können, junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten.

Die Entstehung von Werte in Bewegung

Aus diesen Erfahrungen entwickelte sich gemeinsam mit vielen Beteiligten der offene Lernraum Werte in Bewegung.

Dort entstehen kontinuierlich Projekte und Kooperationen an den Schnittstellen von Sport, Technik, Berufsorientierung, Engagement und Persönlichkeitsentwicklung. Im Mittelpunkt steht dabei die Überzeugung, dass nachhaltiges Lernen vor allem durch eigenes Tun, gemeinsames Handeln und reale Erfahrungen entsteht.

Werte in Bewegung versteht sich nicht als abgeschlossenes Konzept, sondern als offener Lern- und Entwicklungsraum. Neue Ideen, Partner und Perspektiven sind ausdrücklich willkommen. Viele der heutigen Aktivitäten wären ohne die Bereitschaft engagierter Menschen aus Schule, Handwerk, Vereinen, Unternehmen und Zivilgesellschaft nicht möglich.

Aktuelle Entwicklungen, Praxisbeispiele und Informationen zu laufenden Kooperationen finden Sie auf der Plattform Werte in Bewegung.

→ Zu Werte in Bewegung